Üben – so macht es Spaß!

Üben – so macht es Spaß!

Üben – ein Thema bei dem vielen Kindern und Jugendlichen der Spaß am Schlagzeugspielen vergeht. Doch warum ist dies häufig der Fall und wie kann Üben Spaß machen?

Die meisten Beginner wollen von Anfang an komplexe Songs spielen und am liebsten direkt die großen Bühnen der Welt erobern.
Diese Zielsetzung ist selbstverständlich sehr lobenswert. Allerdings ist dies nicht immer gleich so einfach umzusetzen.
Hier erfährst du neun Methoden, wie dir das Üben mehr Spaß machen kann:

  1. Zielsetzung
    Setze dir Ziele! Unterscheide dabei zwischen langfristigen- (das große Ganze), mittelfristigen- (bis zum nächsten Jahr) und kurzfristigen- (die nächsten Monate und Wochen) Zielen. Notiere diese auf einen Zettel und hänge sie in deinen Übungsraum um immer dein Ziel vor Augen zu behalten. Schreibe einzelne Übungen auf die du abarbeiten musst um dein Ziel zu erreichen.
  2. Musik
    Mit Musik macht doch alles gleich viel mehr Spaß 🙂 Höre viel Musik und sei dabei offen für Genres die du vielleicht noch gar nicht kennst. Spiele deine Übungen zur Musik. Erstelle dir Playlisten mit unterschiedlichen Tempi um für verschiedene Schwierigkeitsgrade gewappnet zu sein.
  3. Feste Übungszeiten
    Erstelle einen Wochenplan. Trage dort die Zeiten ein in denen du zur Schule, Ausbildung, Uni oder Arbeit musst, sowie andere feste Termine. Schaue wann du die Möglichkeit hast zu Üben.Selbst wenn es nur ein kurzes Zeitfenster von 10 Minuten ist – trage dieses ein. Plane so, dass du regelmäßig üben kannst. Die Devise lautet: lieber regelmäßig etwas kürzer, als einmal sehr lange.

    Warum ist das so? Unser Bewegungsgedächtnis im Gehirn verarbeitet neue Bewegungen größtenteils über Nacht. Wenn du diese regelmäßig wiederholst, dann kommst du schneller zum Erfolg!
  4. Langsam Üben
    Übe langsam. Gib deinem Gehirn genügend Zeit, um einzelne Bewegungsabläufe zu begreifen. Werde nicht zu früh zu schnell. Auch wenn du denkst “Joar, das geht ja schon”, dann übe so lange langsam, bis du es in dem Tempo wirklich sicher beherrscht.
  5. Ruhe
    Sorge dafür, dass du beim Üben wirklich ungestört bist. Schalte dein Handy in den Flugmodus, sorge dafür, dass niemand in den Raum kommt und beseitige sonstige Störquellen (Mails, Smartwatch, Tablet etc.).Versuche dich beim Üben nur auf das Schlagzeugspiel zu konzentrieren. Denke nicht an andere Aufgaben oder Probleme aus dem Alltag. Da du dir deine festen Übungszeiten geblockt hast, kannst du dir vertrauen, dass du für die anderen Aufgaben und Probelme noch genügend Zeit hast, wenn du mit dem Üben fertig bist.
  6. Übungstagebuch
    Lege eine Tabelle als Übungstagebuch an. Notiere hier die Tage, die Übungen, das Tempo und mögliche Anmerkungen auf dem Zettel. Hefte diese in einen Ordner ab. Mit Hilfe dieser Liste erkennst du schnell, welche Themen du schon sicher beherrscht. Somit siehst du was du schon kannst und nicht immer nur, was man noch lernen könnte.
  7. Checklisten
    Erstelle Checklisten für einzelne Themen. Notiere dort zum Beispiel mögliche Tempi die du können möchtest und arbeite dich entlang der Liste. Es ist ein schönes Gefühl wenn man eine Liste abgearbeitet hat, da man genau sieht, was man alles erreicht hat. Hefte auch diese Listen in einen Ordner ab.
  8. Hilfsmittel
    Nutze verschiedene Hilfsmittel zum Üben. Folgende Dinge helfen dir um möglichst produktiv zu Üben:
    Metronom
    Spiegel
    Kamera (zur späteren Analyse)Aufnahmegerät
    Mikrofone (zur späteren Analyse)
    Rituale (Habe einen gleichen Übungsablauf. Beginne zum Beispiel erst mit einer Aufwärmübung, dann mit einem Song, dann einer Technikübung und dann Grooves [als Beispiel])
  9. Fehler
    Fehler sind großartig! Fehler zeigen dir die schwierigen Stellen und aktuelle Probleme. Nutze sie.Ärger dich nicht, wenn du einen Fehler machst. Im Gegenteil: Freue dich darüber.

Elvin Jones sagte einmal:

“Ich bin kein Heuchler, ich mache Fehler auf der Bühne. Und meine Fehler sind laut. Aber das ist der Spaß an der Musik. Man lernt.”